Konzertprogramm 2018

21.04.2018
in der Garnisonskirche in Oldenburg


22.04.2018
in der St. Vitus-Kirche in Visbek

"ELIAS" Opus 70
Felix Mendelssohn Bartholdy

(1809-1847)

Solisten:
Alexandra Scherrmann, Sopran 1
Melanie Lang, Alt 1
Philipp Kapeller, Tenor 1
Philipp György, Bass 1

Nebensolisten:
Elisabeth Dopheide, Sopran 2
Tanja Dieter, Alt 2
Wienand Hülsmann, Tenor 2
Arno Rimpler, Bass 2

Oldenburgisches Schlossorchester
(Leitung: Norbert Ternes )

Chorassistenz: Britta Johannessohn

Leitung: Hermann- Josef Suelmann

Das 1846 in Birmingham uraufgeführte und vom Publikum enthusiastisch bejubelte Oratorium "Elias", op.70, von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) zählt neben dem "Paulus" zu den beiden großen Oratorien des Komponisten, der in der breiten Öffentlichkeit vor allem durch seine Aufführung der "Matthäuspassion" (1829) von Johann Sebastian Bach und die daraus resultierende Bach-Renaissance berühmt geworden war. Der Elias basiert in erster Linie auf dem 1.Buch der Könige, 17-19, aus dem AltenTestament der Bibel; der Text wurde in Zusammenarbeit mit Julius Schubring vom Komponisten selbst zusammengestellt. Es geht um die Frage, wer der eigentliche Gott Israels sei, Baal oder Jehova. Nachdem Elias verkündet hat, dass es nicht mehr regnen werde und eine Hungernot die Folge ist, geht er in die Stadt Zarpat, wo er den verstorbenen Sohn einer Witwe wieder zum Leben erweckt und diese ihn dadurch als Propheten Gottes erkennt. Elias beschuldigt nachfolgend den König Ahab, dass dieser mit der Verehrung Baals Unglück über das Volk Israel gebracht habe und stellt sich gegenüber der Mehrheit des Volkes der Auseinandersetzung, wer der wahre Gott Israels ist. Nachdem Baal dem Volke keine Antwort gibt, triumphiert Elias, muss aber aufgrund des Hasses der Königin ihm gegenüber in die Wüste fliehen, bevor er auf dem Berg Horeb seinen Gott trifft, der ihn in den Himmel erhebt. Charakteristisch für das Oratorium ist die Tatsache, dass die Handlung nicht von einem Erzähler, sondern vom Chor zusammengehalten wird, der auch aktiv ins Geschehen eingreift. Dabei trägt der erste Teil des Werks wesentlich dramatischere Züge als der zweite, in dem das Oratorium zu einem strahlenden fugierten Abschluss gelangt. Das Oratorium zählt heute zu den meistaufgeführten romantischen Oratorien und ist vor allem durch seine textlichen und musikalischen Spannungsfelder und Kontraste geprägt. Sehr bekannt sind u.a. die Teile "Denn er hat seinen Engeln befohlen über mir" (Doppelquartett), "Hebe deine Augen auf zu den Bergen" (Terzett), die Chöre "Wohl dem, der den Herren fürchtet", "Baal erhöre uns", "Dank sei dir Gott", "Siehe, der Hüter Israels" und "Wer bis an das Ende beharrt". Die solistische Hauptpartie wird - nomen est omen - vom Elias getragen.
HJS